Unser nächster Stammtisch findet am 31.01.2012 im Cafeladen ( Karlstraße 8 ) statt. Zu Gast ist diesmal Janna de Rudder, Beigeordnete für Soziales, Jugend und Bildung der Stadt Weimar. Beginn ist 20.00
STAKKIE hofft auf Erhalt des Beitragsfreien Kitajahres
Wie gestern durch Finanzdezernent Herrn Schwind bekannt gegeben wurde, wird das Haushaltsdefizit der Stadt Weimar um eine Million Euro geringer ausfallen als bisher geplant. Diese erfreuliche Nachricht stimmt den Stadtelternrat der Kindertagesstätten optimistisch, dass das beitragsfreie Kitajahr erhalten bleibt.
Wie der Vorsitzende des STAKKIE Daniel Krohn vorrechnet ist die Abschaffung gar nicht mehr nötig, um die Haushaltslöcher zu stopfen.
„Bisher muss die Stadt Weimar geplante Kürzungen in Höhe von 4,6 Millionen Euro im Haushaltsentwurf 2012 realisieren. Deshalb sah es die Verwaltung bisher auch als notwendig an 310.000 € durch Streichung des Beitragsfreiheit einzusparen. Da jetzt aber etwa 1 Million Euro mehr zu Verfügungen stehen, können die Kosten im Haushalt gedeckt werden.
Der STAKKIE appelliert deshalb an die Stadtverwaltung und den Stadtrat sich nun endgültig zu dem beitragsfreien Kitajahr zu bekennen.
Krohn erinnerte auch an die Stadtratssitzung im März dieses Jahres in der das beitragsfrei Kitajahr mehrheitlich bestätigt wurde. Unter anderen hatten sich in Ihren Reden die Stadträtin Corina Harke (WeimarWerk) sowie die Stadträte Sven Steinbrück (SPD) und Dirk Möller (die Linke) für den Erhalt der Beitragsfreiheit eingesetzt und betont wie wichtig diese Förderung für junge Familie ist.
Auch von den OB-Kandidaten Herrn Wolf, Herrn Kranz und Herrn Meyer würden wir uns ein solches Bekenntnis zum beitragsfreien Kitajahr sehr wünschen, ergänzt Dr. Susann Erdmann, Elternbeiratsvorsitzende der Kita ”Kinderland” Bummi e.V. Viele Eltern werden durch die beitragsfreie Betreuung im ersten Betreuungsjahr enorm entlastet und die Kinder kommen so frühzeitig in den Genuss ihr Sozialverhalten positiv zu entwickeln.
Wie wichtig die finanzielle Entlastung für junge Familien ist, zeigt auch das Beispiel der Familie Bergner. Wie Paul Bergner, stellvert. Elternbeiratsvorsitzender der Kita „Alex Wedding“ berichtet, war es seiner Frau möglich durch die Beitragsbefreiung erst mal wieder halbtags im Beruf Fuß zu fassen. Müssten wir den vollen Beitrag bezahlen, dann hätte sie entweder Ganztags arbeiten oder ganz zu Hause bleiben müssen. Wer also Frauen den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern, sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruft stärken möchte, muss auch Ja zum beitragsfreien Kitajahr in Weimar sagen.
Wir zählen auf die Vernunft der Stadtverwaltung und des Stadtrates im Haushalt 2012 auf erneute Einsparungen zu Lasten der Kinderbetreuung bzw. auf Kosten der Eltern zu verzichten, betonen die Elternvertreter unisono.
STAKKIE lehnt Streichung des beitragsfreien Kitajahres ab
Wie jedes Jahr im November will die Stadtverwaltung wieder das beiragsfreie Kitajahr streichen (TA, TLZ, Radiolotte berichteten). So steht es zumindest im neuen Haushaltsentwurf der Stadtverwaltung. Dieser war notwendig, da der bisherige Haushaltsentwurf von der Mehrzahl der Stadtratsfraktionen abgelehnt wurde.
Für Sprecher Daniel Krohn, der den STAKKIE auch im Jugendhilfeausschuss der Stadt Weimar vertritt, ist dies ein nicht durchdachter Schnellschuss. Wie jedes Jahr ist Bürgermeister und Finanzdezernent Christoph Schwind (CDU) nicht in der Lage einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen und genauso regelmäßig wird reflexartig versucht, mal schnell im Kita-Bereich ein paar hunderttausend Euro zu sparen.
Die Kommunalpolitiker werfen dem Land vor, nur bei den Kommunen zu sparen und nicht bei sich selbst, aber die Verwaltungsspitze in Weimar geht genau den gleichen Weg, so Krohn weiter. Statt eine strukturelle Reform des Haushaltes voranzutreiben, wird immer nur im Sozial- und Jugendhilfebereich der Rotstift angesetzt.
Weimars Eltern, die im bundesweiten Vergleich mit die höchsten Gebühren bezahlen (Siehe http://www.stakkie-weimar.de/kita-gebuhrenvergleich/), werden durch das beitragsfreie Kitajahr enorm entlastet und die Kinder kommen so frühzeitig in den Genuss ihr Sozialverhalten positiv zu entwickeln. Einer nachhaltige Entwicklung zum Wohle der Weimarer Familien ist unbedingt Vorrang zu gewährleisten und darf nicht den finanziellen Sparzwängen der Kommune zum Opfer fallen, so die einhellige Meinung der Elternvertreter.
Wir rechnen nicht damit, dass der Stadtrat diesen unsinnigen Antrag der Verwaltung zu stimmen wird, so Sprecher Daniel Krohn weiter, aber wir werden die weitere Entwicklung und die Beschlüsse in den Stadtratsausschüsse genau beobachten und die Eltern umfassend über die Pläne der Stadt informieren. Dazu suchen wir als erstes das Gespräch mit Sozialdezernentin Frau de Rudder, so die stellvertretende Sprecherin Frau Dr. Susann Erdmann. Dazu laden wir alle Eltern am 29.11 ab 20 Uhr in den Kaffeeladen (Karlsstraße
ein. Ab ca. 20:30 Uhr wird Frau de Rudder im 1. OG den anwesenden Eltern die Pläne der Stadtverwaltung erläutern und Fragen beantworten.
Wolfram Wiese, Elternbeiratsvorsitzender der Kita “Sackpfeife” erinnert zu dem an die geplante Aktion “7 Fragen an …., Eltern und Kinder fragen die OB-Kandidaten”. Auch im Rahmen dieser Aktion wollen wir den OB-Kandidaten Gelegenheit geben, zu den neuerlichen Sparmaßnahmen stellen zu nehmen und das Abstimmverhalten Ihrer Fraktionen zu erläutern.
7 Fragen an…… Eltern und Kinder fragen die Kandidaten der OB-Wahl
Der Stadtelternrat für KindergartenKinder und Ihre Eltern (STAKKIE) möchte auch den nicht Wahlberechtigten eine Stimme geben und die Interessen unserer Kinder in die Wahl des Oberbürgermeisters einbringen.
Wenn im nächsten Jahr die Wahlen für das Amt des Oberbürgermeisters anstehen, dann wird das Ergebnis das Leben vieler Weimarer in der einen oder anderen Form beeinflussen. Grund genug also, sich als Bürgerin und Bürger für die Kandidaten und Ihre Vorstellungen zu interessieren.
Was aber ist mit unseren Kindern? Was wollen die Kandidaten für die nächste Generation der Stadt tun? Was sind Ihre Forderungen, Pläne und Hoffnungen.
Der STAKKIE möchte unseren Kindern mit der Hilfe von Eltern und Großeltern eine Stimme geben und hat die Aktion „7 Fragen an…“ gestartet.
In den nächsten Monaten sammelt der STAKKIE Fragen von Eltern und Großeltern rund um die Interessen von Familien und Kindern in unserer Stadt. Was brennt auf den Nägeln? Was muss sich ändern? Was soll sich nicht ändern? „Dumme Fragen gibt es nicht und kein Thema ist tabu. Es kann um die „große Politik“ gehen oder auch „nur“ um den verdreckten Spielplatz um die Ecke. Um Freizeitangebote oder um Hilfen für sozial Benachteiligte – jede Frage ist willkommen – egal ob aus dem Kindermund, ob die Eltern bei der Formulierung helfen oder ob die Frage von Mutti oder Opa kommt.
Der STAKKIE sichtet und sammelt die Fragen in den nächsten Monaten, wählt sieben Fragen aus und befragt die Kandidaten und Parteien die hinter den Kandidaten stehen – auf die Antworten sind wir bereits jetzt gespannt!
Bitte richten Sie Ihre Frage oder Ihre Fragen an: ob-wahl@stakkie-weimar.de
Ankündigung nächstes Treffen am 20.09.2011
Hallo liebe Eltern,
unser nächstes Treffen findet am 20.09.2011 ab 20 Uhr im Cafeladen statt.
Gast wird Frau Wolf (persönliche Referentin von Frau de Rudder) sein, die etwas zu der Situation der Grundschulhorte berichtet und sicherlich auch sich selbst und Ihre Arbeit vorstellen wird.
Einladung Elternseminar “Rund um die Einschulung” am 15.09.2011
Liebe Eltern, Erzieher & Freunde,
zum nächsten Elternseminar möchten wir vor allem Eltern von Vorschulkindern ganz herzlich einladen.
Thema: Rund um die Einschulung (Referenten: Tamara Blasl & Anke Liebeskind, Staatliches Schulamt Weimar; Dr. Jende-Ulbricht, Kinder- und Jugendärztlicher Dienst)
Wann?: Donnerstag, 15.09.2011, 20:00 Uhr
Wo?: Seniorenclub Weimar-Nord (Schulze-Delitzsch-Str. 1, 99427 Weimar)
Herzliche Grüße,
Anja Schwarz-Tatarin
(Elternvertretung Kinderland “Bummi” e.V.)
Hier das Poster zur Veranstaltung
Protokoll Stakkie Treffen 30.08.2011
Folgende Punkte wurden auf unserem Treffen am 30.08. besprochen:
- STAKKIE-Treffen
regelmäßige Treffen: letzter Dienstag im Monat (Ausnahme bei Schulferien, da wird Termin entsprechend nach hinten verschoben) - Vollversammlung
- Wahl des Stadtelternbeirats
- Stadtelternbeirat von Weimar (STAKKIE) wird gebildet durch die Elternbeiratsvorsitzenden der einzelnen Kindertageseinrichtungen (Kita)
- Stadtelternbeirat soll mindestens einmal jährlich zur Vollversammlung zusammenkommen
- Elternbeiratsvorsitzende wählen aus ihrer Mitte den Vorsitzenden und Stellvertreter des Stadtelternbeirats für die Dauer von einem Jahr
- Sonstige Termine
- nächstes STAKKIE-Treffen: 20.09.2011
- STAKKIE Vollversammlung: 01.11.2011
- Bürgerhaushalt: 01.09.2011, 19.00 Uhr, Mon Ami; Bernhard Stadelmann erklärt sich bereit diesen Termin wahrzunehmen
- Aufgaben und Themenkreise innerhalb des STAKKIE
- derzeit liegt keine feste Struktur und Aufgabenverteilung im STAKKIE vor; das soll sich im nächsten Kita Jahr (Okt 2011/Okt 2012) ändern
- Daniel Krohn versucht den Info-Flyer der Landeselternvertretung von Peter Häusler zu besorgen, der über die Aufgaben eines Elternbeirates informiert
- folgende Aufgaben und Themenkreise können im STAKKIE erledigt werden:
- Aufgaben des STAKKIE-Vorsitzenden (Vorsitzender des Stadtelternbeirats, derzeit Daniel Krohn)
- Teilnahme am Jugendhilfeausschuss (JHA) und Unterausschuss Kitaplanung (UA)
- Stimmrecht im JHA und UA
- Absegnung aller Beschlüsse, Protokolle und Aktivitäten des STAKKIE
- Aufgaben des Stellvertreters (Stellvertreter des Stadtelternbeirats, derzeit Andreas Möllmann)
- Teilnahme am JHA und UA
- beratende Funktion
- Stellvertreter übernimmt die Aufgaben des Vorsitzenden in dessen Abwesenheit (soweit zulässig)
- Homepage, Webdienste (Matthias Barta)
- Zuarbeit für Homepage (alle STAKKIE-Teilnehmer)
- Infos vom Protokoll (soweit öffentlich)
- Termine, z.B. JHA, UA und sonstige Termine
- Ausflugsideen für Kinder/Familien in Weimar
- Aufgaben des STAKKIE-Vorsitzenden (Vorsitzender des Stadtelternbeirats, derzeit Daniel Krohn)
Vollversammlung am 01.11.2011
Der Termin für die Vollversammlung und die STAKKIE-Sprecherwahl ist der 01.11.2011. Wir treffen uns in der Schwanseestraße 15 (Stadtverwaltung, Großer Saal) um 18:00. Bitte seid pünktlich!
Ab sofort können Wahlvorschläge gemacht werden, bzw. können Sich Kandidaten selbst benennen. (bitte per Mail an info@stakkie-weimar.de)
Wahlberechtig (aktiv wie passiv) sind die Elternsprecher der Weimarer Kitas. Deswegen ist es wichtig, dass möglichst viele Kita-Elternratsvorsitzende teilnehmen. Also 01.11 fest einplanen, bzw. Euren Vorsitzenden informieren.
Öffentliche Sitzung des Weimarer Jugendhilfeausschuss am 11.5.11
Die Sirtzungen des Jugendhilfeausschuss sind öffentlich – und es ist gut, wenn die Öffentlichkeit anwesend ist. Hören wir genau hin, was die Vertreter der Parteien planen, beraten und beschließen!
Die nächste Sitzung findet statt am Mittwoch den 11.05.2011 in der Cafeteria der Stadtverwaltung (dort wo man die Nümmerchen zieht, wenn man z.B. eine Lohnsteuerkarte braucht), Schwanseesraße 17. Beginn 17:30 Uhr.
Themen sind:
Bauhauskita
Investionen/Mittelverwendung im Bereich Kita
Geldleistungen für Kinder in der Tagespflege (hier soll auch gekürzt werden)
Vorstellung des Sachgebietes Jugendgerichtshilfe
Bildungs- und Teilhabepaketes
Gerade die Mittelverwendung für die Kitas wird interessant. Interessant auch die Reaktivierung der Kita “Robert Koch”, da die Kitaplätze in Weimar vorn und hinten nicht reichen.
Leitfaden für Fragen an Kommunalpolitiker bei Gebührenerhöhungen in Kitas (Mai 2011)
Hallo liebe Eltern,
anbei ein Infobrief einer aus dem Trägerkreis “Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik” hervorgegangene Initative.
Bitte lesen und weiterleiten.
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Leitfaden für Fragen an Kommunalpolitiker bei Gebührenerhöhungen in Kitas (Mai 2011)
Liebe Kita-Eltern,
derzeit gibt es verstärkt Auseinandersetzungen zwischen den Thüringer Städte- und Gemeindeverantwortlichen
und den Eltern von Kita-Kindern wegen steigender Kita-Gebühren.
Grundsätzlich gilt folgende Rechtslage: Kitas sind eine Pflichtaufgabe der Gemeinden, d.h. diese sind
verpflichtet, für die Kinder ihres Wirkungskreises Kita-Plätze zur Verfügung zu stellen und dabei
Mindest-Qualitätsstandards einzuhalten. Das kostet. An diesen Aufwendungen beteiligt sich das Land
Thüringen mit jährlich etwa 450 Millionen Euro.
Was darüber hinaus geht, müssen die Gemeinden beisteuern, sie haben aber das Recht, die Eltern
über Gebühren an diesen Kosten zu beteiligen. Vor Gebührenerhöhungen sind die Elternbeiräte
anzuhören (§10 Kita-Gesetz), d.h. sie sind AUCH umfassend zu informieren. Leider sind uns
inzwischen mehrere Beispiele dafür bekannt geworden, dass seitens der Gemeinden bei derartigen
Informationen mit Halbwahrheiten gearbeitet wurde. Insbesondere wird gerne behauptet, dass
Gebührenerhöhungen durch eine Änderung des Kita-Gesetzes im Jahr 2010 verursacht seien. Das ist
falsch!
Für ganz Thüringen kostet das neue Kita-Gesetz zusätzlich 92 Millionen Euro pro Jahr. Das Geld wird
durch das Land an die Kommunen über den sogenannten Kommunalen Finanzausgleich (KFA)
weitergeleitet. Doch nur die Hälfte dieser Mittel ist mit einer Zweckbindung („nur für die Kitas, zur
Finanzierung der Personalkosten“) versehen. Die andere Hälfte ist – angeblich aus rechtlichen
Gründen – nicht mit einer Zweckbindung belegt. Das hat Folgen:
Für die Finanzierung der Kitas sind – wie schon gesagt – die Gemeinden zuständig. Ein Teil der „nicht
zweckgebundenen Gelder“ aber steht den Landkreisen zu, d.h. hier bleiben insgesamt etwa 10%
jener 92 Millionen Euro hängen, die das Land eigentlich den Gemeinden für die Mehrkosten des
neuen Kita-Gesetzes jährlich zur Verfügung stellt.
Zusätzlich kürzt das Land bei den Kommunen insgesamt etwa 70 Millionen Euro. Mit anderen
Worten: mit dem KitaG haben die Kommunen ein jährliches Minus von 70 Millionen wegzustecken,
ohne das neue KitaG wären es allerdings sogar 162 Millionen. So ist es kein Wunder, dass die
Bürgermeister nach Geldquellen suchen. Eine davon sind die Kitas, genauer: die Elternbeiträge.
Ein drittes Problem ist, dass einige Verwaltungen versuchen, Gebührenerhöhungen, die sowieso
gekommen wären, im Schatten des Kita-Gesetzes durchzusetzen. Manche Erhöhungen sind
eigentlich auf Betriebskostenerhöhungen zurück zu führen, in anderen Fällen will die Kommune
einfach nur ihren Anteil an den Kita-Kosten senken.
Insgesamt gibt es also drei Motive für Ihre Gemeinde, die Kita-Gebühr zu erhöhen:
1. Nicht alles Geld aus dem Kommunalen Finanzausgleich, das ursprünglich für die Kita
vorgesehen war, kommt bei Ihrer Gemeinde an.
Doch Vorsicht: wenn das angebliche Minus deutlich über einem Zehntel der Mehrkosten
durch das KitaG liegt, sollten Sie kritisch nachfragen! Wie oben erwähnt, wird die Hälfte des
Geldes zweckgebunden, die andere nicht zweckgebunden an die Kommunen ausgereicht.
Viele Gemeinden weisen in ihren Berechnungen NUR den zweckgebundenen Teil der
Landesgelder aus („nach Kita-Gesetz §19“), nicht aber die andere Hälfte vollständig. Lassen
Sie sich genau erläutern, warum und konfrontieren Sie Ihren Landtagsabgeordneten mit
diesen Aussagen!
2. Die Kita hat in den letzten Jahren durch steigende Heizkosten, Mieten, Reparaturkosten,
Verbrauchsmittel etc. immer höhere Kosten verursacht und die Gemeinde möchte diese
Kostensteigerungen nun ganz oder teilweise auf die Eltern umlegen.
3. Die Gemeinde hat finanzielle Nöte und sucht nach Einnahmequellen.
Die Politiker Ihrer Gemeinde, die darüber entscheiden, wie hoch die Gemeinde Ihren Kita-Träger
bezuschusst (sofern die Gemeinde die Kita nicht selbst betreibt) sollten Ihnen als Wähler
Rechenschaft ablegen. Das kann vor allem der Elternbeirat einfordern (Thüringer
Kindertageseinrichtungsgesetz §10 und Thüringer Kindertageseinrichtungsverordnung, beide zum
kostenlosen Download auf www.thueringen.de/de/tmbwk/ zu finden).
Die Gemeinde sollte bei jeder Gebührenerhöhung nachvollziehbar begründen, wie diese Erhöhung
zustande gekommen ist. Dazu muss sie zumindest einen Teil der Betriebskosten der betreffenden
Kita(s) offen legen. Betriebskosten sind unter anderem:
- Personalkosten (der Löwenanteil)
- Miete und weitere Gebäudekosten
- Wasser, Abwasser, Energie
- Verbrauchsmittel (Spielzeug, Bücher etc.)
Wenn diese Kosten nachweisbar steigen, kann man daraus tatsächlich Gebührenerhöhungen
ableiten. Doch gerade bei den Personalkosten wird gerne … sagen wir: kreativ aufgerundet. Es gibt in
Thüringer Kitas wenige Fachkräfte, die in Vollzeit (!!) tatsächlich 42.000 Euro pro Jahr kosten,
trotzdem wird dieser Betrag gerne angegeben. Die Zahl, von der Ihre Gemeinde ausgeht ,erhalten
Sie, indem Sie die Gesamtpersonalkosten für die Kitas Ihrer Gemeinde durch die Anzahl der
Vollzeitstellen (die Ihnen die Gemeinde in jedem Fall mitteilen sollte!) teilen. Liegt das Ergebnis über
40.000 Euro pro Jahr, sollten Sie fragen, nach welchem Tarif die Erzieherinnen bezahlt werden und
diesen ggf. überprüfen. Es gibt in Thüringen (leider) viele Tarife, bei denen eine Erzieherin niemals
auf 40.000 Euro Personal-Gesamtkosten pro Jahr kommt. Doch wenn der Träger solche Beträge nicht
bezahlt, sollten sie auch nicht in den Kostenrechnungen verwendet werden!
Analoges gilt für die anderen Betriebskosten. Auch hier kann man klare Abrechnungen einfordern,
zumindest, soweit es die behaupteten Kostensteigerungen angeht.
Der andere Grund, aus dem Ihrer Gemeinde Mehrkosten entstehen können, wurde oben bereits
besprochen: die Zuschüsse des Landes steigen nicht im gleichen Umfang wie die Mehrkosten. Doch
auch hier „verrechnet“ sich so mancher Bürgermeister und Gemeindeschatzmeister. Der nach
unserer Erfahrung wichtigste Schnitzer ist: